Kaufratgeber

Nattokinase Kapseln im Warentest 2026

Prüfen Sie diese 5 Qualitätsmerkmale, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen!

Wenn Sie nach Nattokinase Kapseln suchen, werden Sie im Internet unzählig viele Produkte finden. Dass einige Präparate zu niedrig dosiert sind, keine verlässlich ausgewiesene Enzymaktivität haben oder unnötige Zusatzstoffe enthalten, ist für den Endverbraucher leider nicht offensichtlich. Wenn Sie sich dann für ein Produkt entscheiden und die gewünschten Effekte ausbleiben, ist die Frustration groß. Unsere Redaktion vom Gesundheitsvergleich hat Ihnen in diesem Kaufratgeber deshalb alle wichtigen Kriterien zur Beurteilung der Angebote im Markt zusammengestellt.

Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte oder eine eingeschränkte Durchblutung - bei diesen Themen begegnen viele dem zunächst ungewohnt klingenden Präparat Nattokinase. Und das nicht ohne Grund: Seit der Entdeckung in den 80er Jahren wird das Enzym Nattokinase intensiv erforscht, insbesondere im Hinblick auf seine mögliche Rolle bei der Blutgerinnung und Gefäßgesundheit. Viele sehen in dem Enzym daher eine Möglichkeit, ihre Gefäße auf natürliche Weise zu unterstützen. Was hinter Nattokinase tatsächlich steckt, wie das Enzym im Körper wirken kann und wie die aktuelle Studienlage einzuordnen ist, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Die Bedeutung von Nattokinase für die Durchblutung

Rund 80 % der Frauen und 70 % der Männer in Deutschland lassen innerhalb eines Jahres ihren Blutdruck kontrollieren, etwa 60 % auch ihre Blutfettwerte und den Blutzucker. Ein deutliches Zeichen dafür, wie präsent das Thema Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Gesellschaft ist. Aber es verwundert auch nicht, denn fast jeder dritte Erwachsene ist von einem zu hohen Blutdruck betroffen - dem Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen . Auch Arteriosklerose, umgangssprachlich als „Gefäßverkalkung“ bekannt, ist heute weit verbreitet. Dabei verengen sich die Gefäße zunehmend und verlieren an Elastizität. Der Blutfluss wird dadurch erschwert, die Versorgung des Körpers verschlechtert sich schleichend. Wer gesund altern möchte, sollte sich daher frühzeitig um seine Gefäße kümmern. Vor diesem Hintergrund suchen Wissenschaftler seit vielen Jahren nach Möglichkeiten, diese natürlichen Prozesse im Körper besser zu verstehen und gezielt zu unterstützen. Ein spannender Ansatz entstand dabei eher zufällig: Im Jahr 1987 untersuchte der japanische Forscher Hiroyuki Sumi traditionelle Lebensmittel, darunter auch Natto, ein Gericht aus fermentierten Sojabohnen. Dabei stieß er auf ein Enzym, das in den folgenden Jahren zunehmend in den Fokus der Forschung rückte: Nattokinase. Die Beobachtung des Forschers zeigte eine ausgeprägte Fähigkeit des Enzyms, Prozesse zu beeinflussen, die mit der Blutgerinnung zusammenhängen. Bis heute gilt Nattokinase daher traditionell als eine Art “natürlicher Blutverdünner”.

Was ist eigentlich Nattokinase?

Der Ursprung von Nattokinase liegt in der traditionellen Speise Natto, dass aus fermentierten Sojabohnen zubereitet wird. Es ist ein fester Bestandteil der japanischen Küche und gilt als nährstoffreiches Lebensmittel. Für viele außerhalb Japans ist Natto jedoch vor allem eines: gewöhnungsbedürftig. Der intensive Geruch, die klebrige Konsistenz und der spezielle Geschmack machen es zu einem Lebensmittel, das man entweder liebt oder eher meidet. Dabei liefert es unter anderem Proteine, Vitamine und Mineralstoffe. Doch der eigentliche „Star“ dieses Gerichts ist das Enzym Nattokinase .

Um zu verstehen, wie Nattokinase wirkt, lohnt sich ein kurzer Blick auf die natürliche Blutgerinnung. Immer dann, wenn ein Blutgefäß verletzt wird, sorgt der Körper dafür, dass sich das Blut an dieser Stelle verdickt und „verklebt“. So entsteht eine Art Schutznetz, das die Blutung stoppt. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein Eiweiß namens Fibrin. Es bildet feine Strukturen, die die Blutzellen stabilisieren und das Gerinnsel zusammenhalten. Genauso wichtig wie der Aufbau ist jedoch auch der Abbau dieser Strukturen. Sobald sie nicht mehr benötigt werden, löst der Körper sie wieder auf. Dafür nutzt er unter anderem ein Enzym namens Plasmin. Und hier kommt nun Nattokinase ins Spiel: Es wird vermutet, dass das Enzym die Aktivität von Plasmin unterstützt und so dazu beitragen kann, Fibrin schneller abzubauen . Vereinfacht gesagt: Nattokinase greift nicht direkt in die Blutgerinnung ein wie viele klassische Medikamente, sondern könnte vielmehr die natürlichen „Aufräumprozesse“ im Körper unterstützen. Vor diesem Hintergrund wird Nattokinase heute vor allem im Zusammenhang mit der Herz-Kreislauf-Gesundheit diskutiert und als mögliche unterstützende Ergänzung für Herz und Gefäße untersucht.

Theorie und Praxis - das zeigen Studien

So nachvollziehbar der beschriebene Wirkmechanismus von Nattokinase auch ist, entscheidend ist am Ende die Frage, ob sich diese Effekte auch beim Menschen beobachten lassen. Und hier zeigt sich ein uneinheitliches Bild.

Bluthochdruck

Am deutlichsten sind die Hinweise im Bereich des Blutdrucks. Eine Meta-Analyse zu Nattokinase und kardiovaskulären Risikofaktoren zeigt, dass die Einnahme von Nattokinase im Vergleich zu Placebo im Durchschnitt zu einer leichten Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks führen kann. Auch einzelne klinische Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen. So nahmen Teilnehmende in einer randomisierten Studie täglich Nattokinase mit 2.000 FU über einen Zeitraum von acht Wochen ein, was mit einer messbaren Reduktion des Blutdrucks einherging. Eine weitere größere Untersuchung bestätigte diese Effekte und zeigte zusätzlich eine Abnahme des sogenannten von-Willebrand‑Faktors , eines Risikomarkers im Blut, der mit der Gefäßgesundheit in Verbindung steht.

Arteriosklerose und Gefäßveränderungen

Neben dem Blutdruck wurde auch untersucht, ob Nattokinase einen Einfluss auf Gefäßveränderungen wie Arteriosklerose haben kann. Hier fällt das Bild deutlich uneinheitlicher aus. In einer großen, über drei Jahre laufenden randomisierten Studie zu Nattokinase und Gefäßwanddicke konnte kein signifikanter Unterschied zwischen Interventions- und Placebogruppe festgestellt werden. Gleichzeitig gibt es jedoch auch Studien, die auf mögliche positive Effekte hinweisen. So wurden in einer klinischen Studie unter anderem Veränderungen an Plaques sowie Verbesserungen bestimmter Blutfettwerte beobachtet. Solche Ergebnisse sind durchaus interessant, lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres verallgemeinern, da sich Studiendesign, Dosierung und Ausgangssituation teils deutlich unterscheiden.

Blutfettwerte - Cholesterin & Co.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Blutfettwerten. Während eine Meta-Analyse zu Nattokinase bei niedriger Dosierung keinen klaren Nutzen feststellen konnte, gibt es Hinweise aus einer größeren klinischen Untersuchung , dass höhere Dosierungen über einen längeren Zeitraum möglicherweise positive Effekte haben könnten. Allerdings fehlte in dieser Untersuchung eine Vergleichsgruppe, sodass die Aussagekraft eingeschränkt ist.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Nattokinase in einigen Bereichen vielversprechende Ansätze zeigt, insbesondere im Bereich Bluthochdruck. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Effekte nicht in allen Bereichen gleich ausgeprägt sind und weitere hochwertige Studien notwendig sind, um die Ergebnisse besser einordnen zu können.

Darauf sollten Sie bei Nattokinase achten

Wer Nattokinase als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchte, sollte einige Aspekte beachten. Gerade bei Nattokinase spielen die Qualität des Rohstoffes und seine Verarbeitung eine entscheidende Rolle. Ein wichtiger Punkt ist die Angabe der Enzymaktivität in sogenannten „Fibrinolytic Units“ (FU). Diese Einheit gibt an, wie aktiv das Enzym tatsächlich ist und ist damit deutlich aussagekräftiger als die reine Milligrammangabe. Hochwertige Präparate verwenden standardisierte Nattokinase, die unter kontrollierten Bedingungen hergestellt wird und eine gleichbleibende Aktivität gewährleistet - in der Regel 2000 FU pro Kapsel und Tagesdosis. Im ursprünglichen Lebensmittel Natto ist neben Nattokinase auch Vitamin K2 enthalten. Beide entstehen durch den Fermentationsprozess mit Bacillus subtilis. Während Vitamin K2 in vielen Kontexten als wertvoller Nährstoff gilt, kann es im Zusammenhang mit Nattokinase auch kontraproduktiv wirken. Vitamin K ist maßgeblich an der Blutgerinnung beteiligt. Nattokinase hingegen wird vor allem im Zusammenhang mit Prozessen untersucht, die den Abbau von Fibrin und damit die Fließeigenschaften des Blutes betreffen. Aus diesem Grund setzen viele Hersteller bei Nahrungsergänzungsmitteln auf speziell gereinigte oder standardisierte Nattokinase-Rohstoffe, bei denen Vitamin K gezielt entfernt wurde.

Anwendung und Dosierung

Bei der Einnahme von Nattokinase steht die Enzymaktivität im Vordergrund, angegeben in „Fibrinolytic Units“ (FU). In vielen klinischen Studien sowie in Übersichtsarbeiten wurde eine Dosierung von etwa 2.000 FU pro Tag verwendet. Diese Menge gilt als gängiger Orientierungswert für die Anwendung im Alltag. In einzelnen Studien wurden auch deutlich höhere Dosierungen eingesetzt. Solche abweichenden Mengen sollten jedoch nur unter ärztlicher Begleitung in Betracht gezogen werden.

Hinweis unserer Redaktion: Auch wenn Nattokinase in Studien insgesamt gut vertragen wurde, handelt es sich dennoch um einen Stoff, der in Prozesse der Blutgerinnung eingreifen kann. Daher gilt: Nattokinase ist kein Ersatz für ärztlich verordnete Medikamente wie z.B. blutverdünnende Medikamente oder Blutdrucksenker. Auch wenn solche Medikamente bereits eingenommen werden, sollte die zusätzliche Einnahme von Nattokinase vorab ärztlich abgeklärt werden. Besondere Vorsicht ist auch geboten, wenn eine Gerinnungsstörung vorliegt, eine Schwangerschaft besteht oder ein medizinischer Eingriff geplant ist. In diesen Fällen sollte vor der Anwendung grundsätzlich medizinischer Rat eingeholt werden.

Prüfen Sie diese 5 Qualitätsmerkmale, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen!

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Weitere Testkriterien

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Auszug unserer sensorischen Analyse

Für unsere sensorische Analyse haben wir jedes Präparat selbst beschafft und in die Hand genommen. Wir begutachten Größe, Haptik, Farbe und Geruch und verlassen uns dabei nicht allein auf die Angaben der Hersteller. So erhalten Sie von uns eine fundierte Einschätzung, wie einnahmefreundlich das Produkt im Alltag ist.

Unsere Testergebnisse

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